«TWINT ist auch dort einsetzbar, wo bisher nur Bargeld eingesetzt werden konnte.»

Als drittgrösste Bank und mit genossenschaftlichem Ansatz ist Raiffeisen gerade in den ländlicheren Gebieten der Schweiz sehr stark vertreten. Michael Auer, Mitglied der Geschäftsleitung der Raiffeisen Schweiz, sieht grosses Potenzial für TWINT – vor allem dort, wo derzeit nur Bargeld akzeptiert werden kann.

Herr Auer, ist der Raiffeisen-Kunde ein TWINT Nutzer?

Wir stellen bei Raiffeisen-Kunden ein grosses Interesse an TWINT fest und waren als Bank ja von Beginn an bei TWINT engagiert. Natürlich ist auch der Raiffeisen-Kunde in erster Linie ein Bargeldnutzer, wie das generell die meisten Schweizerinnen und Schweizer halt sind. Bargeld ist für viele einfach eine Gewohnheitssache. Aber wer hat nicht schon viele Situationen erlebt, wo Zahlen mit Bargeld mühsam ist. Zum Beispiel, wenn gerade das nötige Münz fehlt bei der Parkuhr oder wenn man es im Hoflädeli nicht passend dabei hat. Da hat TWINT jetzt sehr gute Lösungen im Köcher. Und ich bin überzeugt, dass auch der Raiffeisen-Kunde TWINT immer mehr nutzen wird.

Nutzen Sie selbst denn TWINT?

Auf jeden Fall – und nicht etwa, weil ich das jetzt sagen muss. Ich finde, TWINT hat gerade in den oben erwähnten Situationen unerreichte Vorteile – sowohl für die Zahlenden wie auch für die Händler. Aber auch das Bezahlen im E-Commerce ist mit TWINT unschlagbar. Ich muss keine Kreditkarteninformationen preisgeben und der Kauf geht schnell und unkompliziert vonstatten. Ausserdem nutze ich sehr gerne die Peer-to-Peer-Funktion von TWINT, also die völlig unkomplizierte, direkte Überweisung von kleineren Geldbeträgen an andere Personen.

In den Städten ist TWINT immer häufiger zu sehen – sehen Sie in ländlicheren Gebieten ein Defizit?

Überhaupt nicht. TWINT ist überall dort stark, wo es direkte Vorteile für die Nutzerinnen und Nutzer mit sich bringt. Wer erkannt hat, wie schnell man mit TWINT im E-Commerce bezahlen kann – ohne mühsames Eintippen von Zahlungsinformationen der wird es nicht mehr missen wollen. Wer erkannt hat, dass er an der Kasse nicht auch noch die Kundenkarte aus dem Portemonnaie klauben und vorzeigen muss, weil diese bei TWINT hinterlegt werden kann, der empfindet den Zahlungsvorgang als schneller im Vergleich zu Bargeld oder zur Kreditkarte. Am meisten verspreche ich mir vom Ausbau der Anwendungsmöglichkeiten, wie ich sie vorhin erwähnt habe: zum Beispiel beim Bezahlen der Parkgebühr oder beim Einkauf auf dem Wochenmarkt, im Hofladen usw. TWINT hat die entsprechenden Einführungsphasen soeben gestartet.

Sie erwähnen den Hofladen. Sind denn Bauern empfänglich für solche «modernen» Zahlungssysteme?

Was meinen Sie denn? Gerade junge Bäuerinnen und Bauern sind doch längst in der digitalen Welt angekommen und haben auf ihrem Hof viele digital gesteuerte Hilfsmittel im Einsatz. Eine Bäuerin oder ein Bauer, der Direktvertriebsmöglichkeiten nutzt, kann von TWINT viel profitieren. Auf dem Markt verkauft die Bauernfamilie ihre Erzeugnisse direkt, doch ein Zahlterminal am Marktstand aufzustellen wäre viel zu aufwändig. Oft sieht man auch unbediente Hofläden mit Kässeli. TWINT hat hierfür nun eine einfache Lösung entwickelt. Mit dieser Lösung kann der Kunde vor Ort seinen Einkauf bezahlen, indem er einfach den QR-Code auf einem Kleber mit der TWINT App abscannt, den Betrag eingibt und bestätigt. Der Bauer bekommt das Geld direkt auf seinem Konto gutgeschrieben, ohne in eine teure und aufwändige Infrastruktur investieren zu müssen.

Mit der TWINT App wird das Bargeld digital. Wie beurteilen Sie die Zukunft von Mobile Payment in der Schweiz?

Die Nationalbank hat gezeigt, dass zehn Prozent der Bevölkerung mobile Zahlungsformen nutzen und dass dieser Prozentsatz derzeit ansteigt. Wir sehen das bei unseren Kunden auch so. Zuerst wird zögerlich ausprobiert, dann wird mit zunehmenden Anwendungsmöglichkeiten aus dem Ausprobieren eine Gewohnheit. Denn das Smartphone haben wir doch immer dabei, «Münz» hingegen immer weniger und meist gerade dann nicht, wenn man es braucht und schon gar nicht rappengenau.

Ich bin überzeugt, dass TWINT zwar erst am Anfang eines Umdenkens bei der Bevölkerung steht, doch im Vergleich zu anderen mobilen Zahlungssystemen den Schweizerinnen und Schweizern schlussendlich mehr entspricht, ihren Bedürfnissen besser entgegenkommt und – ganz wichtig – eben ein Debit-System ist, also kein Kauf auf Kredit. Das ist der Schweizerin und dem Schweizer sehr wichtig. Er kann seine Käufe direkt auf seinem Bankkonto abbuchen und braucht nicht noch zusätzliche Abrechnungen Ende Monat zu kontrollieren.

 

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Michael Auer, Mitglied der Geschäftsleitung, Raiffeisen Schweiz

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