So bezahlt die Welt mit dem Smartphone

Ob China, Dänemark oder Kenia: In vielen Ländern der Welt wird schon länger als in der Schweiz – und deshalb häufiger – mit dem Smartphone bezahlt. Ein Überblick.

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Mobile Payment, also das Bezahlen via Smartphone, ist eine relativ neue Möglichkeit. Aber hätten Sie gewusst, dass man das Mobiltelefon schon seit 17 Jahren zum Bezahlen benutzen kann? Bereits im Jahr 2001 gab es am Bahnhof in Sydney Automaten, an denen man Getränke per SMS bezahlen konnte – der Betrag wurde der Telefonrechnung belastet.

Mobile Payment in Europa

Wie wird heute in Europa mit dem Smartphone bezahlt? Hier hatte gemäss einer Umfrage von ACI Universal Payments im Jahr 2016 Spanien die Nase vorn: 25 % der Konsumentinnen und Konsumenten bezahlten regelmässig mit dem Smartphone. Auch in Italien (24 %) und Schweden (23 %) wurde Mobile Payment bereits im Jahr 2016 häufig genutzt.

Wachstum in den USA und Asien

Auch in Übersee bezahlen immer mehr Menschen mit dem Smartphone. In den USA waren es im Jahr 2014 noch 6 % – drei Jahre später waren es schon 17 %. In asiatischen Ländern ist die Entwicklung noch weiter fortgeschritten: In Indien bezahlten im Jahr 2017 bereits 56 % regelmässig per Smartphone, in Thailand 51 %, in Indonesien 47. Anders als bei uns war hier das Bezahlen per Karte gar nie weit verbreiten. Deshalb wechselten die Konsumentinnen und Konsumenten vom Bargeld direkt zu Mobile Payment.

Afrika – der Mobile-Payment-Kontinent

In Kenia bezahlt man seit dem Jahr 2007 mit M-Pesa per Smartphone. Heute hat die App 30 Millionen Nutzerinnen und Nutzer afrikanischen Ländern. Viele Menschen, die nie ein Bankkonto hatten, bezahlen heute per Smartphone Rechnungen oder senden ihren Verwandten anstatt Bargeld einen Betrag via App.

Beeindruckende Zahlen aus China

Auch in China ist Mobile Payment sehr beliebt. 11 Mal häufiger als in den USA wird hier mit dem Smartphone bezahlt. Meist mit AliPay oder WeChat Pay, indem man mit dem Smartphone einen QR-Code scannt. Fast 65 % der Besitzerinnen und Besitzern eines Smartphones bezahlten im Juni 2017 häufig damit. AliPay gehört zur Alibaba Group, der wiederum auch zwei der grössten Online-Shops (Taobao und Tmall) gehören. WeChat Pay gehört zur Chat-App WeChat. Beide Akteure hatten ein grosses Interesse daran, dass ihre Kundinnen und Kunden per Smartphone bezahlen.

Beliebte App der Danske Bank

Nicht nur Chat-Apps und Online-Shops haben erfolgreiche Mobile-Payment-Apps lanciert, sondern auch Banken. In Dänemark bezahlen heute bereits 50 % der Bevölkerung mit Mobile Pay von der Danske Bank. Die App wurde 2013 lanciert und hatte nach vier Monaten 500'000 Nutzerinnnen und Nutzer. Drei Jahre später bezahlten schon 3 Millionen Däninnen und Dänen mit Mobile Pay, heute sind es 3,7 Millionen. Die Entwicklung von Mobile Pay wurde durch den dänischen Staat aktiv gefördert. So sind Geschäfte in Dänemark beispielsweise nicht mehr gezwungen, Bargeld als Zahlungsmittel zu akzeptieren.

Zunehmende Nutzung in der Schweiz

Und wie sieht es in der Schweiz aus? Hier steht eine Entwicklung wie in Dänemark noch bevor: In der Schweiz werden schätzungsweise erst 0,2% der Zahlungen über eine Smartphone-App getätigt. Dafür gibt es mehrere Gründe: Erstens ist in der Schweiz Bargeld sehr beliebt. Zweitens brauchen neue Technologien Zeit, bis sie verbreitet genutzt werden. So dauerte es in der Schweiz fast sieben Jahre, bis sich kontaktlose Zahlungen mit Karten etablierten. Und drittens ist die Verbreitung von TWINT im Handel noch nicht abgeschlossen: Coop unterstützte die Lösung seit Beginn. Bei Migros sind TWINT Zahlungen via Migros App seit März 2018 möglich.

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