Stellungnahme zum K-Tipp Artikel «TWINT liefert Kundendaten an Google»

Im Magazin K-Tipp ist in der Ausgabe 3/2021 ein Artikel mit der Überschrift «TWINT liefert Kundendaten an Google» erschienen.

Hierzu nimmt TWINT Stellung:

Sowohl die Überschrift als auch wichtige Kernaussagen des Artikels sind falsch oder zumindest stark irreführend.

K-Tipp schreibt im Titel: «Twint liefert Kundendaten an Google».

Hierzu stellen wir klar:  Diese Aussage ist mindestens irreführend. Persönlich identifizierbare Daten von Kunden werden NICHT an Google weitergegeben. Wir nutzen lediglich mit ausdrücklicher Zustimmung durch die Kundin/den Kunden Produkte von Google zur anonymisierten Analyse der Bewegungen auf unserer Website und in unseren Apps. Nach unserer Auffassung sind diese Daten nicht als «Kundendaten» zu bezeichnen. Da es im Verlauf des Artikels ohne weitere Abgrenzung um persönlich identifizierbare Kundendaten geht, muss der Leser den Eindruck bekommen, solche Daten seien mit dem Begriff «Kundendaten» gemeint. Damit wird die Aussage aber eindeutig falsch.

K-Tipp schreibt: «Denn die App verlangt von den Kunden Zugriff auf Daten, die nicht direkt mit den einzelnen Zahlungen zu tun haben. Das ist den App-Stores von Apple und Google zu entnehmen. So will Twint etwa die gekauften Artikel und den Aufenthaltsort des Handybenutzers einsehen können.»

Hierzu stellen wir fest:
Diese Aussage ist falsch. Wir haben weder Zugriff auf gekaufte Artikel noch speichern wir den Aufenthaltsort. K-Tipp schliesst aus den Angaben in den App-Stores, dass wir die dort angegebenen Datenkategorien «verlangen» bzw. «einsehen wollen». Das trifft jedoch nicht zu. TWINT weist lediglich in den Stores darauf hin, dass für die Transaktion notwendigerweise genutzte Daten in die dort angegebenen Kategorien fallen können. Dies entspricht aber in keiner Weise einer Pauschalfreigabe aller Daten aus diesen Kategorien. Die durch uns gemachten Angaben im App-Store stellen auch keine Einwilligung des Kunden dar, sondern dienen lediglich der Transparenz gegenüber der Kundin/dem Kunden bezüglich dessen, dass möglicherweise genutzte Daten aus diesen Kategorien verwendet werden könnten.

K-Tipp schreibt: «Zudem verlangt die App Zugriff auf gespeicherte Telefonnummern und Adressen.»

Hierzu stellen wir klar: TWINT verwendet keine Adressen aus den Mobiltelefonen. Telefonnummern werden nur zur Identifikation von Geldempfängern genutzt.

K-Tipp schreibt: «Tipp: Wer den Datenhunger von Twint einschränken will, kann die Datenweitergabe an Dritte unterbinden. Dazu in der App ‹Einstellungen› wählen, ‹Coupons und Stempelkarten anzeigen› anklicken und den Schalter bei ‹Datennutzung erlauben› nach links ziehen.»

Hierzu merken wir an: Diese Aussage ist irreführend und unterstellt falsche Annahmen. Die Ausspielung von Coupons und Stempelkarten hat nichts mit einer hier unterstellten «Datenweitergabe an Dritte» zu tun, insbesondere nicht mit den im Artikel zuvor genannten personenbezogenen Daten. Mit der genannten Einstellung entscheidet der Nutzer, ob Angebote von Partnern TWINT Nutzerinnen und Nutzer angezeigt werden dürfen und ob für die auf Relevanz optimierte Ausspielung solcher Angebote innerhalb der TWINT App und nur durch TWINT (nicht durch Dritte!) die Nutzungsdaten verwendet werden dürfen. Weder willigen Kundinnen und Kunden durch dieses Opt-in in die Weitergabe von personenbezogenen Daten an Dritte ein, noch findet eine solche Weitergabe durch das Opt-in statt. Auf Wunsch des Kunden können lediglich Kennungen von Rabattcoupons oder Kundenkarten, die Kunden zuvor zu diesem Zweck bei TWINT hinterlegt haben, bei der Zahlung an den Händler übermittelt werden.

Für weitere Details verweisen wir auf die Datenschutzerklärungen der jeweiligen TWINT Apps.

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