«Gelungener Neustart» – CEO Thierry Kneissler über den Relaunch von TWINT

Der Relaunch von TWINT, dem digitalen Portemonnaie der Schweizer Banken, ist erfolgt. Thierry Kneissler beantwortet Fragen zu aktuellen Herausforderungen und den Chancen der nationalen Mobile-Payment-Lösung.

Das neue TWINT ist gestartet und es wurden bereits zwei Banken-Apps lanciert. Wie erfolgreich ist TWINT heute  auf dem Markt?
«Wir sind zufrieden, die Umstellung des Systems hat gut geklappt. Natürlich gab es einige Kinderkrankheiten. Das ist immer so bei IT-Projekten dieser Grössenordnung. TWINT ist erfolgreich, das sieht man deutlich an den Nutzungszahlen. Wir haben bereits jetzt, kurz nach der technischen Fusion, über 550'000 Kunden auf dem System und wöchentlich mehrere 10'000 Transaktionen. Tendenz stark steigend.»

Warum gibt es neu verschiedene TWINT Apps?
«TWINT ist ein neuer nationaler Brand für den Zahlungsverkehr, welcher durch die Banken vertrieben wird. Der Kunde erhält ein Produkt von der Bank seines Vertrauens und kann sein Bankkonto direkt mit der App verknüpfen. Wer Konten bei verschiedenen Banken hat, kann auch mehrere TWINT Apps nutzen. Etwa eine für persönliche Ausgaben und eine andere als Haushaltskasse. So wird das ja heute von den Leuten auch mit Debit- und Kreditkarten gehandhabt.»

Wann ist die Fusion von TWINT und Paymit technisch abgeschlossen?
«Über 90% der bestehenden TWINT oder Paymit-Nutzer sind bereits auf der neuen TWINT Lösung. Im Mai werden weitere Banken ihre TWINT Apps lancieren. So zum Beispiel Credit Suisse, PostFinance, Raiffeisen und die Waadtländer Kantonalbank. Unser Ziel ist es, dass sämtliche Banken mit Paymit Apps im Verlauf des Sommers migriert sind.»

Der Mobile-Payment-Markt ist hart umkämpft. Wie kann da TWINT bestehen?
«TWINT ist ein einzigartiges System, das bereits heute mehr Funktionen anbietet als die Mitbewerber: Egal ob man an der Kasse, online, am Automaten oder unter Freunden bezahlen will. TWINT deckt alles ab. Und nur mit TWINT kann man direkt das Bankkonto verbinden. Zudem integrieren wir in den Zahlungsprozess Kundenkarten, Coupons und Stempelkarten. Auch dies ist einmalig und wird weiter ausgebaut.»

Wie geht es nun weiter?
«Im Mai werden wie gesagt weitere grosse Banken ihre TWINT Apps lancieren. Im Juni starten wir den Rollout auf den Zahlungsterminals. Und im Verlauf des Sommers planen wir einen massiven Ausbau im Online-Handel. Ebenfalls haben wir Innovationen wie beispielsweise die Bezahlung von Rechnungen mit TWINT im Köcher. Kurz: Wir haben noch viel vor und sind überzeugt, dass wir die Kundinnen und Kunden mit unserer Lösung überzeugen werden.»

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